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Fensterschäden

Sturmschaden am Fenster: Was jetzt zu tun ist

Nach einem Unwetter zählt jede Stunde. So sichern Sie das Fenster, dokumentieren den Schaden und melden ihn korrekt der Versicherung.

Von Marc Schütt · 30. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
Fenster mit zerbrochener Scheibe nach einem Sturm
Ein Sturm kann Fenster auf vielfältige Weise beschädigen: Äste oder herumfliegende Gegenstände zerschlagen Scheiben, starke Windböen reißen Flügel aus den Beschlägen, und eindringender Regen durchfeuchtet Laibungen und Fensterbänke. Wer nach einem Unwetter schnell und überlegt handelt, verhindert Folgeschäden und schafft eine gute Grundlage für die Regulierung.

Erst sichern, dann aufräumen

Die Sicherheit geht vor. Glassplitter sollten nur mit festen Handschuhen entfernt werden. Eine zerbrochene Scheibe lässt sich provisorisch mit stabiler Folie oder einer Holzplatte abdecken, damit kein weiteres Wasser eindringt. Solche Notmaßnahmen sind in der Regel ausdrücklich erwünscht, denn Versicherte sind verpflichtet, den Schaden möglichst gering zu halten.

Den Schaden lückenlos dokumentieren

Bevor Teile entsorgt oder repariert werden, sollte der Zustand festgehalten werden. Hilfreich sind:
  • Fotos aus mehreren Perspektiven, innen und außen
  • Nahaufnahmen von Rahmen, Beschlägen, Dichtungen und Glas
  • Aufnahmen der Ursache, etwa des abgebrochenen Astes
  • Notizen zu Datum, Uhrzeit und Wetterlage
Beschädigte Teile sollten nach Möglichkeit aufbewahrt werden, bis geklärt ist, ob sie noch begutachtet werden.

Die Meldung an die Versicherung

Ob die Wohngebäude-, die Hausrat- oder eine Glasversicherung zuständig ist, hängt vom Vertrag und vom beschädigten Bauteil ab. Wichtig ist eine zeitnahe Meldung. Viele Versicherer erkennen Sturmschäden erst ab einer bestimmten Windstärke an; Angaben des Deutschen Wetterdienstes zur Windgeschwindigkeit am Schadensort können hier als Nachweis dienen.

Wann ein Gutachten sinnvoll ist

Bei größeren Schäden, unklarer Ursache oder Uneinigkeit über die Höhe der Kosten hilft ein unabhängiges Gutachten. Ein Sachverständiger bewertet, welche Schäden tatsächlich auf das Unwetter zurückgehen, ob eine Reparatur genügt oder ein Austausch nötig ist und welche Kosten angemessen sind. Das schafft Klarheit für alle Beteiligten.
Fazit: Sichern, dokumentieren, zeitnah melden. Wer diese Reihenfolge einhält, hat nach einem Sturmschaden die besten Karten.